Querbeet in Disentis mit Franz 20

 

11 QB’ler haben sich zu einer Wanderwoche in Disentis (Mustér auf rätoromanisch) getroffen.

QB kennt nahezu keine Grenzen und ist ja fast überall, auch in der Schweiz, in Graubünden am Vorderrhein

01_QB in Graubünden

 

Empfangen wurden wir mit einem seit Jahren nicht mehr dagewesenem 2 1/2tägigen Dauerregen, der in anderen Kantonen zu etlichen Murenabgängen geführt hat. In unseren zwei geräumigen Ferienwohnungen mit Schwimmbad (15m-Becken und 30°C Wassertemperatur) konnte uns das Wetter aber nicht die Stimmung trüben.

 

Nach der Ankunft am Freitagnachmittag haben wir trotz Regen erst einmal die Vorzüge der Gästekarte getestet, die die freie Benutzung aller umliegenden Bergbahnen und die rhätische Bahn in Richtung Andermatt (hier heißt sie Matterhorn-Gotthard Bahn) beinhaltet. Also schnell mit den letzten Gondeln 700m höher auf den Hausberg von Disentis (Caischavedra 1863m) und durch die Regenwolken schauen, wo wir hier eigentlich gelandet sind.

Was macht man am Samstag bei Regen? Natürlich Qi Gong als Frühsport zur Einstimmung auf eine sportliche Wanderwoche. Und am Nachmittag die Besichtigung und Führung durch das Benediktiner Kloster in Disentis, das durch den fränkischen Mönch Sigisbert gegründet wurde.

 

Sonntag - immer noch Regen! Heute mal Frühsport mit Power Musik. Danach haben einige gechillt, andere sind mit der Bahn zum Oberalppass gefahren. Mit eisiger Kälte, Graupel und Schneegestöber wurden sie auf 2044m empfangen, alle Einkehrmöglichkeiten hatten witterungs- und coronabedingt geschlossen, so dass eine baldige Rückfahrt im warmen Zug favorisiert wurde. Auch um pünktlich zum Geburtstagskaffee bei Bündner Rüebli-, Nuss-oder Birnenkuchen zu erscheinen.

Nach Wetterbesserung brachen dann alle zu einem Ortserkundungsspaziergang auf, bei dem die frisch strahlendweiß überzuckerten Bergspitzen einen grandiosen Anblick boten.

 

Montag war eine ca. 25km lange Wanderung zur Rheinschlucht angesagt, welche durch den größten Bergsturz der Alpen vor rund 10.000 Jahren entstanden ist. Vorbei an 350m hohen weißen Steilwänden kann man nachvollziehen, dass dieses UNESCO-Welterbe auch der Schweizer Grand Canyon genannt wird.

 

Dienstag ging es mit der Bahn zum Nachbarort Sedrun und mit der Gondel auf den Cuolm da Vi auf 2203m. Den Höhenweg mit Kraxeleinlage auf den Gipfel La Muotta (2458m) und vorbei am Lag Serain (Unterstellmöglichkeit bei Regenschauer) haben wir in ‚Heidelbergweg‘ umbenannt - riesige Mengen dieser Beeren in zumeist rückenfreundlicher Hanglage. Abschluss dann bei Bier oder Kaffee und Kuchen in gleißender Abendsonne an der Gipfelstation der Disentiser Gondelbahn.

Mittwoch - herrliches Wetter, erster Tag ganz ohne Regen. Wir haben uns nach der allabendlichen Vorbesprechung (Tourenvorschläge durch Franz ganz modern am Smart TV) für eine Wanderung auf der gegenüberliegenden Talseite des Rheins entschieden. Direkt ab Haustür über Mompé Medel vorbei an einem perfekten Picknickplatz (jeder hatte seinen individuellen Sitz-, bzw. Liegestein) nach Sedrun. Dank Gästekarte und Gondel gab es den liebgewonnenen Abschluss-Kaffee auf 2203m mit einem faszinierenden Abendlichtpanorama.

Am Donnerstag ist die ganze Gruppe mit der rhätischen Bahn zum Oberalppass, zum einzigen Leuchtturm der Alpen gefahren. Er symbolisiert den 1320km langen Weg des Rheins von der Quelle, zu der wir wandern, bis zur Mündung in die Nordsee bei Hoek van Holland.

Der Weg führt über den Pazolastock auf 2740m, die kleine gemütliche Badushütte und weiter zum Tomasee, der Rheinquelle: hier fließt reines Wasser rein und Rheinwasser raus! Eine herrliche Tour mit Blick bis zu den Walliser 4000ern bei bestem Wetter.

Der letzte Abend, eine letzte Diashow der tagesaktuellen Bilder am TV, ... schade, dass die Woche schon um ist. Durch das gemeinsame Kochen, Essen, Schwimmen im hauseigenen Hallenbad, gesellige Zusammensitzen bei Wein und Schweizer Bier und der Tourenplanung für den nächsten Tag hatten wir gar keine Zeit für Tischtennis, Billard, Bibliothek …. all die tollen Angebote der Reka-Feriensiedlung, wo wir uns täglich an der Rezeption noch mit den beliebten Gratis-Ovomaltine-Riegeln versorgen konnten.

Am Freitag war nach Packen und Endreinigung die Heimreise so individuell wie die Anreise. Einige sind Richtung Schwarzwald oder Bodensee, andere nach Ulm oder Grindelwald weitergefahren, oder haben noch einmal einen Abschlusskaffee in exponierter Lage auf 2600m an der Gipfelstation der Schneehüenerstock-Bahn/Oberalppass genossen.

Vielen Dank an  Franz für die Organisation!

Bettina

 

Bericht und Bilder: Bettina

 

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